Inkontinenzversorgung

Inkontinenz ist der teilweise oder völlige Verlust der erworbenen Fähigkeit, den Zeitpunkt der Blasen- und/oder Darmentleerung willkürlich zu bestimmen. Es kommt es zu einem unfreiwilligen Abgang von Harn und/oder Stuhl, der objektiv feststellbar ist und somit zu einem sozialen und hygienischen Problem wird.

Man unterscheidet daher die Harn- und Stuhlinkontinenz.

Zwei unterschiedliche Versorgungsarten stehen grundsätzlich bei der Harninkontinenz zur Verfügung:

  • aufsaugende Produkte
  • ableitende Produkte


Aufsaugende Produkte:
Bei den aufsaugenden Produkten werden Vorlagen nur dann verwendet, wenn kleine Mengen aufzufangen sind. Sie geben dem Betroffenen eher ein "Sicherheitsgefühl" und sind bequem zu tragen.
Für mittlere und schwere Inkontinenzformen stehen anatomisch geformte Vorlagen zur Verfügung,
die zusammen mit wieder verwendbaren Fixierhosen benutzt werden. Weiterhin gibt es Krankenhosen,
die wie normale Unterwäsche getragen werden.

Die so genannten Inkontinenzslips oder Windelhosen werden genauso wie die Höschenwindeln bei
Kleinkindern verwendet.

Ableitende Produkte:

  • Kondomurinale
  • Katheter
  • Einmalkatheter für die intermittierende Selbstkatherisierung
  • Urinbeutel (Beinbeutel, Bettbeutel, Beutel für Rollstuhlfahrer usw.)


Diese Hilfsmittel ermöglichen es dem Betroffenen wieder aktiv am sozialen Leben teilzunehmen und sein Selbstwertgefühl zu steigern, sowie durch eine größere Bewegungsfreiheit zu mehr Lebensqualität für die Patienten führen. Alle Produkte sind in ihrer Funktionsweise sehr sicher, nicht auffällig, wenn sie getragen werden, sie weisen einen hohen Tragekomfort auf und vermeiden Folgeerscheinungen wie Hautreizungen.



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